Bericht zum 8. deutschen Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“
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| Die Jury, die sich zusammensetzte aus den Professoren Hans-Jürgen Kaiser (Vorsitzender der KdL), Winfried Bönig, Wolfgang Bretschneider, Markus Willinger und Martin Bernreuther |
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Im Oktober fand der achte deutsche Wettbewerb „Orgelimprovisation im Gottesdienst“ statt, veranstaltet von der Konferenz der Leiterinnen und Leiter der Ausbildungsstätten für katholische Kirchenmusik in Deutschland (KdL). Austragungsort war in diesem Jahr die schöne Bischofsstadt Eichstätt. Elf Teilnehmer hatten sich für die erste Runde beworben.Teilgenommen haben überwiegend im Studium befindliche Organisten, aber auch bereits im Dienst stehende Kirchenmusiker. Aus den eingesandten Improvisations- Aufnahmen wählte die Jury anonym die sieben Teilnehmer der zweiten Runde aus, die nach Eichstätt eingeladen wurden. Die Aufgabenstellung der zweiten Runde bestand in der Bearbeitung einer Laudes, wie sie in der Kloster- und Pfarrkirche St. Walburg mit gregorianischen Elementen tagtäglich gefeiert wird. Die Mathis-Orgel von 1996 bot hierfür gute klangliche Möglichkeiten. Aufgaben waren neben der Psalmenbegleitung unter anderem auch eine Psalmimprovisation und improvisierte Benedictus-Versetten. Die Jury, die sich zusammensetzte aus den Professoren Hans-Jürgen Kaiser (Vorsitzender der KdL), Winfried Bönig, Wolfgang Bretschneider, Markus Willinger und Martin Bernreuther entschied sich, fünf Organisten für die letzte Runde zuzulassen. Der Aufgabenkanon orientierte sich nun an den musikalisch zu gestaltenden Elementen der Eucharistiefeier. Hierfür stand mit der 68-registrigen Sandtner-Orgel im Eichstätter Dom ein weiteres hervorragendes Instrument zur Verfügung. Sowohl bei den Laudes als auch bei der Messfeier wurde erfreulicherweise deutlich, dass alle Teilnehmer einen breiten Kanon an Formen und Stilen beherrschen, wenngleich bei manchem das polyphone Spiel etwas zu kurz kam. Festzustellen war aber auch, dass manche liturgische Situation nicht genügend bekannt ist bzw. nur ungenügend beherrscht wird. Das äußerte sich z.B. in der Kenntnis des Stundengebets, beim Psalmenbegleiten, oder im Gespür für die richtige Länge eines Vorspiels. Fast durchgängig war auch festzustellen, dass die Liedbegleitung sich zu wenig am singenden Menschen orientiert, das heißt, dass Atempausen nur ungenügend ausgebildet sind. Hier und im liturgischen Bereich sollte deshalb eine kirchenmusikalische Hochschulausbildung noch verstärkter aktiv werden. Einen ersten Preis, der traditionell vom ACV Deutschland gestiftet wird, erhielt der in Frankfurt als Regionalkantor tätige Rubens Sturm. Der zweite, wie immer von der KdL gestiftete Preis, ging an Nico Schmitt, der in Weimar studiert. Die weiteren in der Endrunde spielenden Organisten erhielten jeweils eine lobende Anerkennung, die der Eichstätter Rotary Club zur Verfügung stellte. Domdekan Klaus Schimmöller übergab in einer kleinen Feierstunde, bei der Prof. Kaiser, als Vorsitzender der Jury, auch den Wettbewerbsverlauf und die Preisträger würdigte, die Preise und sprach den Dank an die Jury und die vor Ort Verantwortlichen aus. Er bestärkte alle Teilnehmer in ihrem Tun und erinnerte daran, dass der Dienst des Kirchenmusikers nicht nur Gottesdienst, sondern auch Dienst am Menschen sei: Neben den musikalischen Fähigkeiten lege man ein Stück seiner persönlichen Glaubensüberzeugung in das Orgelspiel hinein. „Alle, die sich in diesen Dienst stellen, befinden sich auf der Pool-Position ins Himmelreich.“ Die beiden Preisträger konnten ihr „ausgezeichnetes“ Können nochmals öffentlich in den sonntäglichen Kapitelsämtern des Eichstätter Doms präsentieren. Christian Heiß
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